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Hohes Gericht

Veröffentlich: Mai 17 , 2018
Autor: Alan Smith

 Letzte Woche war ich Geschworener bei Gericht.

 

Es war faszinierend.

 

Ich darf nichts über den Ablauf sagen, das wäre gesetzwidrig. Ich könnte etwas über den Urteilsspruch sagen, aber er hat nichts mit diesem Blog zu tun.

 

Was mir richtig gut gefallen hat, war das hin und her zwischen den verschiedenen Rechtsanwälten und dem Richter. Ich möchte keineswegs respektlos sein, schließlich hat es sich für die Beteiligten um traumatische Erlebnisse gehandelt. Aber für  einen leidenschaftlichen Beobachter des menschlichen Verhaltens war es eine Fundgrube.

 

Hier einige Beobachtungen aus der Sicht eines kommerziellen Verhandlers.

 

Das erste war, dass trotz der offensichtlichen Vorliebe der Anwälte für wundervolle, überzeugende Geschichten und unzweifelhafte Zusammenhänge keiner es schaffte tatsächlich zu überzeugen. Genau genommen schaltete ich nach einiger Zeit sogar ab. Alles was gesagt wurde, klang wie das Geplapper eines Verkäufers für ein Produkt, das sowieso gekauft wird.

 

Die Kunst, Andere das sehen zu machen, was man gern möchte ist brillant, sofern sie funktioniert. Und ziemlich dumm, wenn sie nicht funktioniert. Niemand möchte gern missioniert werden, außer in der Kirche.

 

Das zweite war die absolute Macht des Richterspruchs.

 

Er war eine kurze Zusammenfassung aller Hauptargumente des Falles, vorgebracht auf überzeugende und unparteiische Weise. Alle Fakten wurden ohne die verwirrenden emotionalen Verzierungen präsentiert und zu einem Gesamtbild verknüpft. Das war richtig beeindruckend.

 

In kommerziellen Verhandlungen wird eine abschließende Zusammenfassung oft übergangen. Alle lehnen sich zurück und freuen sich über den gerade gemachten Abschluss. Das sollte nicht passieren. Vergewissern Sie sich, dass Alle das gleiche Verständnis haben und räumen sie Missverständnisse aus. Viele Abschlüsse scheitern oder erfordern eine Nachverhandlung wegen dieses kleinen Versäumnisses.

 

Eine Zusammenfassung sollte auch nicht einseitig sein. Sie müssen darauf achten, dass beide Seiten berücksichtigt werden. Einseitige Zusammenfassungen, mit nur den eigenen Vorstellungen, zerstören jedes Vertrauen und können eine Beziehung oder einen Abschluss eher gefährden als festigen.

 

Wenn Sie eine wundervolle Parodie auf einen Richterspruch sehen wollen, dann klicken Sie hier.

 

Sehr lustig, leider wenig hilfreich.


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Alan Smith
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Meine 22-jährige Tochter bestreitet seit 4 Jahren ein 5-jähriges Studium zur Tier-Medizinerin an der Bristol Universität. Ein schwieriger Job. Viele kranke Tiere, die einem nicht erzählen können, was ihnen fehlt. Auch wenn sie sagt, dass ihre Patienten wenigstens nicht mit einer, dank Dr. Google erstellten, umfassenden Selbstdiagnose in die Praxis kommen. Derzeit macht sie verschiedene Praktika, was bedeutet, dass sie alle zwei Wochen andere Fachbereiche durchläuft. Diese Woche ist sie in einem Schlachthof...

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