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War’s das?

Veröffentlich: Mrz 14 , 2017
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Im Jahr 1996 hat Deep Blue, ein Schachcomputer von IBM, den besten Spieler der Welt, Garry Kasparov geschlagen. Es war das erste Mal, dass ein Computer den bestehenden Weltmeister in einem nach internationalen Schachregeln ausgetragenen Wettkampf besiegen konnte. Kasparov beschuldigte IBM betrogen zu haben und verlangte ein Revanche. IBM lehnte ab und schickte Deep Blue in den Ruhestand.

Inzwischen sind Computer weit verbreitet und, obwohl immer kleiner, sind sie immer leistungsfähiger geworden. Führerlose Autos, Flugzeuge, Roboterproduktion und seit kurzem ein Pflegeroboter in Japan, der helfen soll, die immer älter werdende Bevölkerung zu versorgen. Vielleicht hatte mein Wirtschaftsprofessor Recht, als er behauptete, dass die zunehmende Technologisierung immer weniger Arbeit für die normalen Menschen zur Folge hat. Ein wirtschaftliches und soziales Problem der heutigen Tage.

Computertechnik und KI (Künstliche Intelligenz) haben letzte Woche wieder einen Riesenschritt gemacht, als eine KI mit Namen Libratus vier der weltbesten Pokerspieler in einem aufreibenden, 20-tägigen Turnier schlug.

Der Geist-gegen-Computer-Wettbewerb bestand aus den vier menschlichen Spielern Dong Kim, Jason Les, Jimmy Chou und Daniel McAuley, die jeden Tag 11 Stunden vor einem Bildschirm im Rivers Casio in Pittsburgh saßen. Sie spielten No-Limit Texas Hold’em, eine Poker-Variante ohne Limit für zwei Spieler. Libratus spielte sie alle an die Wand und gewann mehr als 1,7 Millionen Dollars in Chips.

Beim Schach kann jeder Spieler das ganze Brett sehen, aber beim Poker kennt man die Karten des Gegners nicht. Trotzdem ist die KI in der Lage zu bluffen und Fehlinformationen in geschickter Weise einzusetzen, um zu gewinnen. Ich dachte bisher, das wäre eine rein menschliche Eigenschaft.

Dem Computer wurde nicht beigebracht zu spielen und er wurde nicht darauf programmiert. Ihm wurden lediglich die Spielregeln einprogrammiert und über Milliarden Hände hat er seine Spielmethoden verfeinert und eine Siegstrategie entwickelt.

Was kommt als Nächstes?

Es steckt eine Reihe von Möglichkeiten in diesem System, abseits der Freizeitindustrie. Von Verhandlungssituationen über militärische oder Internetsicherheit bis zu medizinischen Maßnahmen. Überall dort wo der Mensch strategisch vorgehen muss, auch wenn er nicht über alle relevante Information verfügt.

Ist das ein schlechtes Zeichen für professionelle Verhandler?

Bisher noch nicht, und bis eine perfekte Maschine entwickelt wird, müssen Sie noch Ihre vorhandenen Verhandlungsfertigkeiten pflegen. Siegstrategien finden, planen und sinnvoll vorbereiten, überlegen wie Werte geschaffen werden können und welche Worte am Verhandlungstisch zu wählen sind.

Es freut mich, wenn ich helfen kann – bis die Roboter übernehmen.

 

Geschrieben von Alan Smith


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Meine 22-jährige Tochter bestreitet seit 4 Jahren ein 5-jähriges Studium zur Tier-Medizinerin an der Bristol Universität. Ein schwieriger Job. Viele kranke Tiere, die einem nicht erzählen können, was ihnen fehlt. Auch wenn sie sagt, dass ihre Patienten wenigstens nicht mit einer, dank Dr. Google erstellten, umfassenden Selbstdiagnose in die Praxis kommen. Derzeit macht sie verschiedene Praktika, was bedeutet, dass sie alle zwei Wochen andere Fachbereiche durchläuft. Diese Woche ist sie in einem Schlachthof...

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