Ich hau dich um!

Veröffentlich: Jul 07 , 2016
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Bislang war es ein lausiges Jahr für meine Helden.

Der Verlust von David Bowie, Prince, Glenn Fry, Victoria Wood und vor Kurzem der Sportlegende Muhammad Ali. Tragisch.

Falls Sie „Der Kampf“ von Norman Mailer noch nicht gelesen haben, sollten Sie es tun. Die Beschreibung des Jahrhundertkampfes zwischen Ali und George Foreman ist eines der besten Bücher, die jemals über Sport geschrieben wurden. Auch für friedliebende Sportanhänger ist es eine schonungslose Studie der Faustkampfkunst. Mailer beschreibt die Dynamik des Kampfes in bildhaften Details und vergleicht sie mit Schach und einem Kunstwerk.

Er berichtet auch über das umstrittene Lockern der Ringseile durch den Schiedsrichter, damit sich Ali in seinen zermürbenden Ausweichmanövern besser in die Seile fallen lassen kann. Dadurch konnte er die wütenden Angriffe seines Gegners, der jedem anderen die inneren Organe zertrümmert hätte, besser abfedern.

Während des Kampfes ermüdete Foreman sichtlich, wodurch es Ali gelang die Kontrolle zu übernehmen und ihn nieder zu schlagen. Alis klare (und gefährliche) Strategie war es offensichtlich, Foreman solange zu beschäftigen, bis er seinen entscheidenden Schlag anbringen konnte. Das konnte man schon im verbalen Schlagabtausch vor dem Kampf erkennen, ein Verhandler würde sagen, er wurde vorkonditioniert oder sein Verhalten wurde strukturiert.

Ali war eine Meister der Selbstdarstellung. Sein Auftreten als Showman sollte vielleicht dazu dienen, seine kommerziellen Interessen zu wahren, was durch die Tatsache, dass er der erste Boxer war, der  1 Mio $ für einen einzigen Kampf bekam, bestätigt wird.

„Ich habe für diesen Kampf etwas Neues gemacht. Ich hab mit einem Alligator gerungen.  Ich habe mit einem Wal gekämpft. Ich habe den Blitz gefesselt. Ich habe den Donner gefangen. Letzte Woche habe ich einen Fels getötet, einen Stein zertrümmert, einen Ziegel zerstört. Ich bin so böse, dass selbst Medizin krank wird!“ Das waren seine flammenden Worte vor dem Rumble in the Jungle.

Diese Art Vorkonditionierung passiert in vielen Konfliktsituationen, selbst wenn sie nicht so aggressiv wie ein Boxkampf sind.

Was passiert, wenn Sie eine Verhandlung mit einem Käufer anstreben:

Sie bestätigen den Termin per Telefon und er der Käufer sagt in aggressivem Ton: „Wagen Sie es nicht hier zu erscheinen und Preiserhöhungen anzusprechen. Sie verschwenden Ihre Zeit und ich werde dann mit dem Wettbewerb sprechen.“

Bei Ihrem Erscheinen müssen Sie eine halbe Stunde warten, ohne Erklärung versteht sich. Wenn Sie das Büro betreten, werden Sie aufgefordert sich zu setzen, selbstverständlich ohne Blickkontakt. Stattdessen wird in aller Ruhe durch ein Konkurrenzangebot geblättert, Ihre Bemühung um ein Gespräch völlig ignorierend.

Was macht Ihr Selbstbewusstsein in dieser Situation…?

Das ist alles Taktik und davon gibt’s eine Menge. Eingesetzt von beiden Seiten. Ein geübter Verhandler sieht sie, wie sie wirklich ist, denn sobald man sie als Taktik erkennt,  verlieren sie ihre Wirkung.

Sollten Sie sich aber dadurch ärgern lassen, werden Sie Ihre Ziele und Werte aus den Augen verlieren.

Bleiben Sie gelassen, dann können Sie die Situation besser meistern.

 

Geschrieben von Alan Smith


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