Der bleibende Eindruck…

Veröffentlich: Nov 22 , 2016
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Ich bin ein großer Bob Dylan Fan. Von seiner Musik sowieso. Andere sind es weniger. Ein Mitglied der Schwedischen Akademie, die ihm kürzlich den Nobelpreis verleihen wollte, hat ihn bezichtigt, rüpelhaft und arrogant zu sein.

Anscheinend hat Bob Telefonate nicht beachtet, die Ernennung ignoriert und somit die Akademie vor den Kopf gestoßen. Laut Daily Mail ist der Vorwurf an Dylan, rüpelhaft zu sein, das Gleiche wie Sponge Bob vorzuwerfen ein Schwamm zu sein. Er ist doch geradezu berühmt dafür, seine Fans gegen sich aufzubringen. Während seiner Bühnenshows dreht er ihnen den Rücken zu und murmelt unverständlich vor sich hin. Im wahren Leben ist er nicht besser.

Angeblich begrüßte ein Fan Bob Dylan in einem Hotelfoyer erfreut mit „Sie kenne mich nicht, aber ich kenne Sie!“, was ihm die scharfe Erwiderung einbrachte „Dann lassen wir es dabei!“

Als Student hatte ich das große Vergnügen, Türsteher bei unseren Universitätskonzerten zu sein. Ich war begeistert, als Van Morrison angekündigt wurde und noch mehr, als ich ihn nach dem Konzert zum Auto begleiten sollte. Er allerdings war ziemlich wenig beeindruckt von meiner Einschätzung seines großartigen Konzertes und entließ mich mit einer abfälligen Handbewegung. Danach habe ich nie wieder ein Album von ihm gekauft.

Wie wir uns den Menschen gegenüber verhalten, öffentlich oder privat, hinterlässt immer einen bleibenden Eindruck. Das Gleiche gilt für unsere Mitarbeiter und Kunden – kurz- und langfristig. Im Harvard Unternehmensbericht wurde geschrieben, dass Führungskräfte von Volkswagen, die derzeit eine neue Beschäftigung suchen, vom Abgasskandal gebrandmarkt sind, selbst wenn sie zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht im Unternehmen waren. Ein VW-Kandidat wurde von einem Personaldirektor kurzerhand abgelehnt, weil die Einstellung zu riskant sei. Führungskräfte mit skandalträchtigen Unternehmen im Lebenslauf werden auf dem Arbeitsmarkt bestraft.

Was das mit Verhandlungen zu tun hat?

Sehr viel. Wie leben in einer Welt, in der die persönliche Integrität ausschlaggebend für unseren Erfolg ist. Wie wir uns im Geschäftsleben verhalten, welche Abschlüsse wir anstreben und wie wir sie erreichen, hinterlässt einen Eindruck – und ich für meinen Teil bin bestrebt einen guten zu hinterlassen. Natürlich mache ich auch Fehler, aber ich versuche sie zu vermeiden und behandle jeden so, wie ich gern selbst behandelt werden möchte.

Dylans Mutter hat, wie jede Mutter, großen Einfluss auf ihn gehabt. Als sie noch lebte, war sie nach einem Konzert mit ihrem Sohn zum Essen eingeladen. Sie rügte ihn für sein Gemurmel und dass er sich nicht beim Gastgeber für das gute Essen bedankt hatte.

Ich denke, würde sie noch leben, hätte sie ihn veranlasst die Akademie zurück zu rufen und ihr für die Nominierung zu danken.

Für uns gilt, wenn wir mehr auf unsere Mütter hören würden, gäbe es weniger Fehltritte.

Geschrieben von Alan Smith


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