Abgeblendet

Veröffentlich: Feb 11 , 2016
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Meine Tochter darf erst seit Kurzem fahren und sie ist eine eher nervöse Fahrerin.

Ein Vorteil der Jugend ist, dass der elterliche Wagen an manchen Samstagen Ausgang hat. Auch an Freitagen, als Taxi von der Bar nach Hause, nach einem Abend voller Softdrinks.

Bei einer dieser Gelegenheiten hat mich meine Tochter überrascht, weil sie nicht mit Fernlicht, sondern sogar bei völliger Dunkelheit nur mit Abblendlicht fahren wollte.

Wenn man in einer Stadt mit ausreichender Straßenbeleuchtung fährt, ist das kein Problem. Wir aber leben in einem ziemlich abgelegenen Dorf. Wildunfälle sind in diesem Jahr um 300% angestiegen.

Auf meine Frage warum, sagte sie, sie ziehe es vor, nur das zu sehen, was direkt vor ihr liege. Dadurch würde sie nicht durch entfernte Gegenstände abgelenkt werden, und außerdem, was wüsste ich schon über Autofahren.

Kein Respekt, diese Jugend.

Aber es gab mir zu denken. Heute Morgen hörte ich von den Schwierigkeiten, die viele Wohltätigkeitsorgane beim Spendensammeln haben. Vielleicht müssen deren Anstrengungen besser standardisiert werden.

Eine Reihe Abgeordneter warnte in einem Bericht, dass Spendenaktivitäten behördlich kontrolliert werden müssten, falls eine freiwillige Überwachung keine Ordnung bringt.

Niemand bezweifelt, dass viele Organisationen bemerkenswerte Arbeit leisten und dringend benötigte Spenden sammeln. Aber manche übertreiben auch und nötigen die Leute regelrecht zu Spenden.

In einem kürzlichen Fall hat eine 92jährige Dame Selbstmord verübt, nachdem sie durch dauernde Spendenaufrufe, mehr als 200 Briefe in einem Monat, in den Wahnsinn getrieben wurde.

Ihre Familie behauptet zwar, das wäre nicht die Ursache ihres Todes, aber es wirft ein Licht auf die Not wehrloser Menschen gegenüber den Machenschaften skrupelloser Spendenjäger.

Manche Wohltätigkeitsorganisationen werden wegen ihrer ehrgeizigen Bemühung (finanziell) ruhmreiche Ziele zu erreichen, heftig kritisiert.

Langfristig könnten die Leute sich weigern zu spenden und der Ruf aller Spendenorganisationen wird leiden.

Wir alle haben Dringendes und Notwendiges zu erledigen, und vergessen dabei manchmal, welche nachhaltigen Probleme durch kurzfristiges Denken entstehen können.

Mit Fernlicht fahren heißt unser Bestes zu geben, auch kurzfristig, aber wir sollte die Mittel, die wir einsetzen etwas mäßigen.

 

Geschrieben von Alan Smith


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