Wollen Sie es wirklich nicht?

Veröffentlich: Dez 10 , 2015
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Heute gibt es einen kleinen aber wichtigen Blogeintrag.

Die Tochter eines Freundes wollte sich einen neuen Kühlschrank kaufen. Einen dieser riesigen amerikanischen Kästen mit Eisspender, Blinklichtern und Diskokugel. Ich übertreibe etwas, aber ich glaube, Sie wissen was ich meine.

Die Frage war, was sie mit dem alten machen sollte.

Er war völlig in Ordnung aber wie viele Dinge des täglichen Lebens war er veraltet und der Fortschritt verlangte, dass er gehen musste.

Die Tochter bat den Lieferanten, ihn mitzunehmen. Er sagte, es täte ihm Leid aber das ginge nicht. Die Tatsache, dass ihre Bitte, den alten Kühlschrank mitzunehmen, erst nach der Bezahlung kam und auch nicht Bedingung für den Kauf war, wäre ein guter Grund für einen eigenen Blog.

Jedenfalls rief sie die Gemeindeverwaltung an. Sie sollte ihn als Flüchtlingsspende in den Vorgarten stellen, dann würde er abgeholt.

Gern willigte sie ein.

Zwei Wochen später stand der Kühlschrank immer noch als unerfreulicher Schandfleck an der Straße. Vorhänge bewegten sich und sie fragte sich ängstlich, was die Nachbarn wohl denken würden.

Wieder ein Anruf auf der Gemeindeverwaltung. Wieder die versprochene Abholung. Und wieder ein geplatzter Traum. Drei Wochen später rief sie ihren Vater an, meinen Freund. Er dachte nach und statt seinem eigenen Rücken die Last aufzubürden, ersann er einen klugen Plan.

Er riet ihr auf einen Zettel 30 £ oder gegen Gebot zu schreiben und diesen an den Kühlschrank zu heften. Und siehe da, am nächsten Tag war er verschwunden (auch wenn kein Geld den Besitzer wechselte).

Als Verhandler fasziniert mich das viel verbreitete Problem, dass die Werte in Verhandlungen nicht genutzt werden. Einfach weil wir nicht erkennen, wie wertvoll unsere Zugeständnisse für die andere Seite sind. Wenn wir es nicht erkennen, besteht die Gefahr, dass die Anderen es auch nicht erkennen.

Die Kreativität in Verhandlungen kommt vielfach aus einer veränderten Beurteilung von Kosten und Wert. Finden und nutzen Sie das.

Geschrieben von Alan Smith


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