Emotionen – keineswegs nur Frauensache

Veröffentlich: Aug 06 , 2015
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Obwohl die Nachricht der unterschiedlichen Bezahlung von Männern und Frauen nicht besonders neu ist, ergeben neue Studien, dass Männer sich bedrohter fühlen und härter verhandeln, wenn Ihnen eine Frauen als Chef gegenüber sitzt.

In einer Umfrage wurden amerikanische Studenten gebeten ihr Gehalt für einen neuen Job in einer Computerübung zu verhandeln. Auf der Arbeitgeberseite, waren Männer und Frauen. Nach der Übung mussten die Teilnehmer Wörter erraten, die für den Bruchteil einer Sekunde auf einem Computer erschienen. Diejenigen, die Wörter wie „Angst“ oder „Risiko“ zu erkennen glaubten, fühlten sich laut Studie mehr bedroht.

Das waren vor allem Männer, die mit einer Frau verhandelten. Sie verhielten sich aggressiver und verlangten mehr Geld ($49.400 durchschnittlich) im Vergleich zu den Verhandlungen mit Männern ($42.870)

Frauen verlangten insgesamt weniger Gehalt (durchschnittlich $41.345) – unabhängig davon, ob sie mit einem Mann oder einer Frau verhandeln mussten.

Obwohl mir bewusst ist, dass die Ergebnisse verschieden ausgelegt werden können, ist der interessante Punkt für mich die Frage, wie viel Zeit (oder wie wenig) die Teilnehmer für ihre Antwort hatten.

Ich vermute, sie mussten sehr schnell antworten. Das kann im wahren Leben die Kreativität lähmen. Eine schnelle Antwort – in der Hitze des Gefechts – kann eine notwendige Flexibilität, vor allem in den entscheidenden Situationen einer Verhandlung sabotieren.

Wenn Sie das nächste Mal einen möglicherweise emotionalen Punkt (mit einem Mann, einer Frau oder einer Gruppe) verhandeln, machen Sie eine Pause, bevor Sie antworten. Überlegen Sie in aller Ruhe, wie Sie Ihre Position vernünftig verteidigen können. Wenn Sie von der anderen Seite eine Antwort verlangen, wäre es besser ihr ein wenig Bedenkzeit einzuräumen – die Antwort wird durchdachter und realistischer sein.

 

Geschrieben von Sam Macbeth


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