Welcher Wert?

Veröffentlich: Jul 25 , 2014
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Wenn die politische Sommerpause ansteht, werden wir von allen Seiten mit Behauptungen, Stellungnahmen und Fotos bombardiert, die versuchen einen politischen Vorteil zu verschaffen.

In Amerika stehen im November die Zwischenwahlen an; im Mai nächsten Jahres winkt unsere Parlamentswahl und einer der britischen Hauptakteure versucht aus den USA soviel Unterstützung wie nur möglich zu bekommen. Ed Miliband hat bereits David Axelrod engagiert. Er verhalf Präsident Obama zu zwei Wahlsiegen und er wird den Wahlkampf der Labour Partei als strategischer Berater unterstützen.

Ich bin sicher, dass Axelrod alle Hebel in Bewegung setzen wird um die Unterstützung von Obama (offen oder stillschweigend) zu erlangen. Tatsächlich schien Miliband letzte Woche bei Radio 4 zu glauben, dass ein Foto zusammen mit dem Präsidenten seinem Anspruch auf den höchsten Posten im Land behilflich ist.

Vielleicht hat er Recht. Seine letzte, viel beachtete Schinken-Sandwich-Erfahrung zeigt wie viel Schaden ein schlechtes Foto anrichten kann. Sollte er es schaffen ein staatsmännisches Foto mit dem Präsidenten hinzukriegen, könnte das seine Reputation vielleicht wieder herstellen. Soweit es den Präsidenten betrifft sind die Kosten für ein solches Foto überschaubar. Vielleicht hilft es ihm sogar in eigener Sache. Sie sind anderer Meinung? Weil sein Büro Schwierigkeiten machen könnte?

Vielleicht weil sein Büro eine Verhandlungsmöglichkeit erkannt hat – nämlich, dass auch wenn es wenig kostet, man einen Preis festsetzen kann. Alle Verhandlungen erfordern einen Austausch und die besten Abschlüsse macht man immer dann, wenn die Variablen unterschiedlich bewertet werden. Ein gelungenes Foto von Miliband mit Obama hätte einen riesigen Wert für den Labour-Chef. Vielleicht hat der Präsident dies erkannt und verlangt dafür einen signifikanten Gegenwert.

Der Umstand, dass es ihn wenig kostet, ist nur eine Zugabe.

Nächstes Mal, wenn etwas von Ihnen verlangt wird, denken Sie nicht nur an Ihre Kosten, sondern vielmehr daran, welchen Wert es für den Anderen hat.

Geschrieben von Alan Smith


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