Die größte Sünde!

Veröffentlich: Okt 09 , 2014
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Was ist das Schlimmste, was Sie beim Verhandeln tun können? Vieles, werden Sie sagen, aber das Schlimmste von allem ist sich schlecht vorzubereiten.

Letztes Jahr war der 30ste Geburtstag des Bestsellers von Chris Ryan, Hinter feindlichen Linien. Um ehrlich zu sein, als er herauskam habe ich ihn gar nicht gelesen. Ich dachte er wäre nur für Militärinteressierte und es war mir peinlich ihn im Zug oder der U-Bahn, meinen bevorzugten Lesezeiten, zu lesen.

Dann kam Kindle. Ein wundervolles Gerät. Man kann alles lesen, was man will und keiner sieht was es ist. Es könnte Kipling sein oder ein erotischer Roman. Ich glaube meistens ist es eher das Letztere.

Ich entschloss mich Hinter feindlichen Linien wieder hervor zu holen und zu lesen.

Für diejenigen, die nicht wissen, worum es geht: Ryan war ein SAS Soldat, der mit seinem Team im Golfkrieg hinter den feindlichen Linien im Irak operierte, um Scud Raketen zu zerstören. Die Geschichte ist eine brutale Erinnerung daran, was in Konflikten passieren kann. Etwas, an das wir uns gerade in der heutigen Zeit erinnern sollten.

Die Mission wurde gefährdet, weil sie von einem Ziegenhirten entdeckt wurden und sich aus dem Staub machen mussten.

Wie jeder Verhandler weiß, überleben Strategien selten den ersten Kontakt mit dem Gegner, aber was mich am meisten beeindruckt hat, war der riesige Aufwand an Vorbereitung und Planung für diese Mission.

Das Team verbrachte Woche um Woche, um alle Möglichkeiten einzuplanen. Sie hatten genau festgelegt Rollen, exakte Richtlinien zur Beurteilung der Situation und Anweisungen für unvorhersehbare Ereignisse.

Sie hatten einen genauen Plan wie die Scuds zu zerstören waren. Sie wollten Sprengkörper in den Serviceklappen deponieren und untersuchten, wie sich diese öffnen ließen. Von links nach rechts, von rechts nach links, von oben nach unten oder von unten nach oben und was zu tun wäre, wenn sie zugeschweißt wären. Kurz und gut, sie waren auf alles vorbereitet.

Ryan behauptet, dass dieses minutiöse Planen sie kreativer auf alle Situationen, denen sie gegenüber standen, reagieren ließ. Interessanterweise sogar auf solche, die sie nicht vorausgesehen hatten. Die Beschäftigung mit allen möglichen Situationen machte sie offener für Unvorhergesehenes.

Die meiste Vorbereitungsarbeit für Verhandlungen unterliegt nicht solch extremer Sorgfalt. Oftmals finden wir Vorbereitungen nach dem Motto “reingehen und sehen was passiert”. Nicht sehr SAS-gemäß.

Es gibt Vieles was Sie vor Ihrer nächsten Verhandlung beachten sollten. Sehen Sie sich das Video mit den 7 Todsünden in der Verhandlungsvorbereitung an.

Die 7 Todsünden in der Vorbereitung (englisch)

Ich glaube die Hauptbotschaft ist, etwas zu tun.

Um im Militärjargon zu bleiben, wer in der Planung versagt, der plant das Versagen.

Vermeiden Sie diesen Fallstrick.

 

Geschrieben von Alan Smith


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