Unbedachtes Gerede schmälert den Gewinn.

Veröffentlich: Jul 21 , 2013
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Obwohl ich es liebe, chinesische Laternen in einer lauen Sommernacht in den Mondschein schweben zu sehen, werde ich wohl keine mehr entzünden.

Der verheerende Brand, den eine dieser Laternen auf  dem Jayplus Recycling Gelände in Smethwick nahe Birmingham verursachte, wurde live im Fernsehen übertragen. Die Flammenwand war noch in 120 km Entfernung zu sehen und der entstandene Schaden wird auf £6 Millionen geschätzt. Nicht zu vergessen die Gefahr für Leib und Leben der Einsatzkräfte, die den Brand bekämpfen mussten.

Natürlich legt der Butterfly-Effekt nahe, dass wir die Ergebnisse unseres Handelns nicht immer voraussagen können, aber das heißt nicht, dass wir es nicht versuchen sollten.

Einer meiner Kunden aus der Werbebranche verhandelte einen weltweiten Vertrag mit einem seiner größten Auftraggeber. Es ging um einen lukrativen Auftrag von großem Umfang, aber die Marge war kleiner als bei anderen Kunden. Aus diesem Grund wollte er eine kleine Gebührenerhöhung durchsetzen, um weiterhin außergewöhnlichen Service und hochwertige Qualität abliefern zu können.

Der Einkaufsdirektor macht ihm im ersten Treffen unmissverständlich klar, diesen Unsinn zu lassen.

Ein Mitarbeiter aus dem Kundenservice der Agentur hatte angeblich durchsickern lassen, wie lukrativ der Kunde und wie wichtig er zukünftig für die Agentur wäre. Tatsächlich wurden ihm sogar die Gewinne mitgeteilt, die aus der Zusammenarbeit resultierten und an denen er nicht beteiligt war.

Wie Sie sich vorstellen können, war das ein Stich ins Wespennest. Äußerst alarmiert versuchte mein Kunde die Situation in den Griff zu kriegen, musste aber schnell fest stellen, dass eine Preisveränderungen nur nach unten möglich war.

Da fragte er mich, was ich tun würde.

Ich will nicht arrogant erscheinen, aber zu allererst würde ich mich selbst überprüfen. Zum Beispiel haben wir in unserem Geschäft das Leitprinzip, solche Informationen nicht weiter zu geben. Das gibt mir die Gewissheit, dass es sich in vorliegendem Fall nur um eine Masche des Kunden gehandelt hätte. Das ganze Unternehmen hat Vertrauen in seine Mitarbeiter.

Wir würden eher auf das Geschäft verzichten, als dieses Leitprinzip zu verletzen.

Welche Leitprinzipien haben Sie in Ihrem Unternehmen? Wie werden sie gepflegt? Was geben Sie Ihren neuen Mitarbeitern mit, damit sie sich als Teil der Unternehmenskultur sehen?

Ohne dies alles müssen wir ständig auf der Hut sein vor chinesischen Laternen, die jederzeit losgehen können.

 

Geschrieben von Alan Smith


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