Kreatives Denken fördern

Veröffentlich: Apr 19 , 2013
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Als der Maler James McNeill Whistler als Kadett in West Point diente, wurde er beauftragt, in einer Ingenieursklasse eine Brücke zu zeichnen. Whistler malte eine spektakuläre Brücke, auf der zwei Jungen fischten. Da sein Ausbilder bei seinem Auftrag nichts von Fischern gesagt hatte, befahl er ihm daraufhin, die Brücke erneut zu zeichnen und zwar ohne die jungen Fischer darauf.

Whistler tat wie befohlen, war aber nicht bereit, seine Vision komplett zu unterdrücken; er malte die Brücke wieder mit den beiden Jungs, die dieses mal vom Ufer aus angelten.

Nachdem ihm sein Ausbilder daraufhin die Anerkennung seines Bildes zu verweigern drohte, zeichnete er das Bild zum dritten Mal – dieses mal ohne die Jungs auf dem Bild…aber am Ufer, als Mahnmale für den Tod der Kreativität, standen zwei kleine Grabsteine mit den Namen der beiden Jungen.

Wir verstehen, dass Unternehmen Regeln und Richtlinien brauchen, aber trotzdem sollte Mitarbeitern Raum für kreative Ansätze geschaffen werden. Gibt es eine starre Kultur in Ihrem Unternehmen, die den Mitarbeitern einen engen Rahmen steckt oder dürfen sie flexibel sein, solange das Ergebnis stimmt oder Ziele sogar übertroffen werden?

Und was definiert überhaupt ein gutes Verhandlungsergebnis? Oft formulieren Organisationen ungefähre Definitionen (z.B. „einsparen“) ohne Angabe ihrer Bedeutung im Vergleich zu anderen Zielen wie Strategie, Aufbau von langfristigen Beziehungen, Risiko, Verfügbarkeit oder Servicegrad.

Zielvereinbarungen, Incentivierungen und Budgets basieren oft nur auf nackten Zahlen und sind nur selten mit anderen Kriterien eines guten Verhandlungsergebnisses gekoppelt. Das motiviert die Mitarbeiter nicht, es entmutigt sie.

Gute Unterhändler denken kreativ.

Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter in eine Richtung entwickeln, die ihr kreatives Denken fördert. Sie lernen, außerhalb ausgetretener Pfade zu denken und vermeiden damit Blockaden und Sackgassen in Verhandlungen, weil sie in der Lage sind, Alternativen anzubieten.

Nach drei Jahren wurde James McNeill Whistler wegen Mangels an Disziplin von der Militärakademie verwiese; später wurde er ein berühmter Maler.

 

Geschrieben von Claudio Cubito


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