Ich sag´s nicht…

Veröffentlich: Feb 21 , 2013
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Stellen Sie sich vor, dass Sie sehr spät nach Hause kommen. Und ich meine sehr spät…

Sie schleichen die Treppe hoch, setzten vorsichtig Schritt um Schritt am Rande der Treppe, damit die keine Geräusche von sich gibt. Sie öffnen ganz vorsichtig die Schlafzimmertür schleichen in Richtung Bett.

Zähneputzen fällt aus – viel zu laut. Das reicht morgen früh auch noch.

Als Sie schließlich Ihre Hose ausziehen, erinnern Sie sich zu spät an die Münzen in der Gesäßtasche. Als diese auf dem Holzboden aufschlagen, ist alle Vorsicht umsonst gewesen. Ihre bessere Hälfte steht senkrecht im Bett.

„Wo zur Hölle bist du gewesen?”

“Sehr gute Frage, Schatz…ich erzähle es dir morgen” ist Ihre Antwort.

Informationen werden automatisch an andere Parteien gesendet – unabhängig davon, ob wir tatsächlich die konkreten Fragen beantworten, die gestellt wurden. Mit einer solchen Antwort läuft man Gefahr, dass sich die andere Partei ihr eigenes Szenario ausmalt, das oft verheerender ist, als die schlechte Nachricht selbst.

Oftmals finden sich dafür Beispiele in der Politik. Es wird verschleiert, gelogen und verwässert bis es nicht mehr anders geht und als Konsequenz der Rücktritt unvermeidbar ist. Zwischenzeitlich sind Spekulationen über das wahre Ausmaß eines Skandals Tür und Tor geöffnet.

Ich bin überzeugt, dass es fast immer besser ist, mit Informationen offen umzugehen. Auch in Verhandlungen. Unterhändler sind generell geizig im Weggeben von Informationen. Natürlich können Sie keine Firmengeheimnisse preisgeben aber überlegen Sie sich immer, ob eine Information nicht vielleicht für Sie spricht und geben Sie sie dann.

In langfristigen Geschäftsbeziehungen schafft das eine Atmosphäre des Vertrauens und der Verhandlungsgegenüber wird auch offener mit Ihnen umgehen.

Eine Kultur der Geheimhaltung und Verwirrung kann gleichermaßen eine sehr gefährliche Botschaft darstellen.

 

Geschrieben von Alan Smith


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