Gute Gründe

Veröffentlich: Mai 24 , 2013
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Ich bin gerade Zeuge eines Disputes meiner Lebensgefährtin und ihrer Tochter geworden:

Das 17-jährige Mädel möchte heute Abend besonders gut aussehen (was wohl an dem jungen Mann liegen mag, von dem sie uns in letzter Zeit häufiger erzählt).

Vor allem ihre Haare waren ihr wichtig, die brauchten ihrer Meinung nach dringend neue Farbe (obwohl erst zwei Wochen vorher erst frisch gefärbt). Nun, die Mama sollte es richten – was deren Meinung nach allerdings völlig überflüssig war.

„Mama, färbe mir doch bitte die Haare“

„Nein, das habe ich doch vor zwei Wochen schon gemacht“ Schweigen bei der Tochter. Nun, das war schließlich ein starkes Argument.

„…und noch dazu bin ich ziemlich müde und will mich ausruhen…und außerdem kostet Farbe ziemlich viel…“

„ich zahle es von meinem Taschengeld“.

Was ich mit diesem kleinen Beispiel zeigen will, ist, dass schwache Argumente oft starke Argumente torpedieren. Es fällt uns ein guter Grund ein, warum man Dinge machen oder lassen sollte und wir nennen diesen Grund. Meist fällt uns dabei sogar der beste Grund als erstes ein. Dann finden wir einen zweiten Grund, den wir ebenfalls nennen, dann einen dritten Grund und schließlich ein Letzter, den wir auch noch anführen.

Wir sind der Meinung, dass wir damit unsere Position stärken. Das Gegenteil ist der Fall. Die Argumente werden in der Regel schwächer und schwächer und sind damit immer angreifbarer. Die andere Partei wird sich Ihre schwächsten Argumente aussuchen, um die Diskussion zu gewinnen. Sie machen sich damit angreifbar.

Wenn Sie einen guten Grund haben, nennen Sie ihn und sind dann ruhig. Und wenn die Anderen nach weiteren Gründen fragen, sagen Sie „ich denke, das ist Grund genug!“

Tappen Sie nicht in die Falle und verwässern Ihre eigenen starken Argumente!

Die Haare werden übrigens gerade frisch gefärbt. Na hoffentlich hilft´s….

 

Geschrieben von Ihrem Scotwork-Team


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